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	<title>sterneamhimmel &#187; Reisen</title>
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		<title>An einem Nachmittag</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 23:19:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tira</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Meine Gro&#223;mutter und ich gingen ziemlich schnell Richtung Ausgang, weil der Tempelkomplex bald geschlossen war.
JJ, mein Sohn, trug ich auf meinem R&#252;cken. Der Junge war voll Sand und Staub, da er die ganze Zeit nur barfu&#223; rumgelaufen ist.</p>
<p></p>
<p style="text-align: center;">Prambanan Tempel, Yogyakarta
(c) Tira Soraya</p>
<p>Als wir endlich am Parkplatz ankammen, sah ich eine sehr alte Frau.
Sie sa&#223; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Gro&#223;mutter und ich gingen ziemlich schnell Richtung Ausgang, weil der Tempelkomplex bald geschlossen war.<br />
JJ, mein Sohn, trug ich auf meinem R&#252;cken. Der Junge war voll Sand und Staub, da er die ganze Zeit nur barfu&#223; rumgelaufen ist.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8991" src="http://www.sterneamhimmel.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/IMG_6886.jpg" alt="" width="640" height="432" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Prambanan Tempel, Yogyakarta<br />
</strong>(c) Tira Soraya</em></p>
<p>Als wir endlich am Parkplatz ankammen, sah ich eine sehr alte Frau.<br />
Sie sa&#223; unter einem Baum. Vor ihr stand ein gro&#223;er Korb aus Bambus, der voll mit <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.google.de/search?q=tahu+tempe+bacem&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;hl=de&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&amp;biw=1280&amp;bih=920&amp;ie=UTF-8&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=vi&amp;ei=w2DuTvudBdGn8QPwg-j8Bw">Tofu Bacam</a></span> war.<br />
Ihre Augen waren zu.<br />
Waren die Augen wirklich vor lauter M&#252;digkeit zu oder weil sie traurig war, da niemand ihre Tofus bis in den sp&#228;ten Nachmittag gekauft hat?<br />
Der Anblick und dieser Gedanke haben mich schon traurig gemacht.</p>
<p>Ich setzte JJ, mein Sohn, in unser Auto hin, bat meinen Vater auf mich kurz zu warten und lief allein zu der alten Frau.</p>
<p>&#8220;<em>Gro&#223;mutter, k&#246;nnte ich 10 St&#252;ck von deinem Tofu Bacam kaufen?</em>&#8220;, sagte ich zu ihr.<br />
Sie machte die Augen auf und l&#228;chelte mich freundlich an.<br />
Sie sprach mit mir in <em>Kromo Inggil</em>, also Hoch-Javanische-Sprache, die ich nur ein bisschen verstehen kann.<br />
&#8220;<em>Ich suche f&#252;r dich die Tofus aus, die noch warm sind. In Ordnung?</em>&#8221;<br />
Ich nickte zu.<br />
Nachdem sie die 10 Tofus in der Plastikt&#252;te fertig eingepackt hatte, gab ich ihr das Geld.<br />
Ich hielt ihre H&#228;nde fest und sagte zu ihr: &#8220;<em>Gro&#223;mutter, du solltest dieses Geld behalten. Du brauchst mir das Wechselgeld nicht zur&#252;ckzugeben</em>&#8220;.</p>
<p>Sie fing an zu zittern und zu weinen. Von ihren beiden Augen fielen Tr&#228;nen.<br />
Die Tatsache, dass eine sehr alte Frau so einen schweren Korb noch tragen muss, hat mich sehr tief ber&#252;hrt.<br />
Ich fing auch dann an zu weinen. Ich streichelte ihre linke Wange und versuchte sie zu ber&#252;higen.</p>
<p>&#8220;<em>Gro&#223;mutter, sei geduldig, ich w&#252;nsche mir, dass Allah dir weiter Gesundheit und Gl&#252;ck schenken w&#252;rde.</em>&#8220;, sagte ich ihr.<br />
Immer noch mit dem Tr&#228;nen in Augen bedankte sie sich bei mir sehr herzlich und w&#252;nschte mir nur das Gute.</p>
<p>Ich lief wieder ins Auto, setzte mich neben meinem Vater hin und winkte zu der alten Frau.<br />
Sie winkte zur&#252;ck.</p>
<p>Meine Begegnung mit der alten Frau ist sowohl ein sehr wundersch&#246;nes Erlebnis als auch eine Lektion f&#252;r mich, die ich niemals vergessen werde.</p>
<p><em>Das Gl&#252;ck ist, wenn du die anderen Menschen gl&#252;cklich machst.<br />
</em></p>
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